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Samstag, 9. Juli 2011

"Es sieht wieder gut aus beim FC Berwangen"

 

 

 

M. Echtenacher

Foto: Eric Schmidt

 

Der FC Berwangen kann doch noch gewinnen − den Fairnesspreis von "Fußball regional". Nach einer enttäuschenden Saison und dem Abstieg aus der Kreisklasse A wurde der FCB als fairste Mannschaft des Fußballkreises Sinsheim ausgezeichnet. "Es ist nichts ausgeartet bei uns", sagte Michael Echtenacher, der 2. Vorsitzende, im Gespräch mit Eric Schmidt.

Herr Echtenacher, sind Sie stolz, der fairste Verein im Fußballkreis Sinsheim zu sein?

Michael Echtenacher: Irgendwie schon. Man sieht, dass wir trotz des Abstiegs fair geblieben sind. Und dass wir die Runde mit Anstand zu Ende gebracht haben. Es ist nichts ausgeartet, es gab überhaupt keine Auffälligkeiten.

Ist der FCB vielleicht deshalb abgestiegen? Weil er zu brav war?

Echtenacher: Nein. Es war ja schon mit Beginn der Rückrunde abzusehen, dass es nicht reicht für den Klassenerhalt. Nachdem wir um Weihnachten herum einen Aderlass hatten und es keine Verstärkungen gab, waren wir einfach nicht gut genug. Nur ein Kraftakt hätte uns retten können.

Gab es überhaupt mal eine Rote Karte für Ihre Mannschaft?

Echtenacher: Keine einzige. Es gab auch keine Gelb-Rote Karte. Nur Gelbe Karten.

Wie geht es jetzt weiter in Berwangen?

Echtenacher: Beim FC Berwangen hat sich vieles gewandelt. Der komplette Vorstand hat sich ausgewechselt. Erster Vorsitzender ist Jürgen Schellenberger, ich habe zu meinem Amt als Jugendleiter noch das Amt des 2. Vorsitzenden dazubekommen. Wir haben einen neuen Vereinskassierer in Doppelfunktion, die Nicole Gleichauf und Sandra Neu. Schriftführer ist jetzt Manfred Meißner, der Spielausschuss wurde ergänzt. Es sind Leute zurückgekommen, die seit einiger Zeit nichts mehr gemacht haben und jetzt wieder aktiv werden wollen. Wir bekommen sehr viel Zuspruch von den Mitgliedern, wir haben bei der Generalversammlung alle Posten gewählt.

Man muss sich also keine Sorgen machen?

Echtenacher: Nein. Der FC Berwangen ist in Takt. Auch was das Sportliche betrifft, sieht es gut aus. Wir haben wir keine schlechte Mannschaft. Die Verhandlungen haben Früchte getragen. Wir haben mit Peter Oßwald und Serkan Selvan zwei Spielertrainer, als kleines Zubrot kommt noch Ricky Pross als Spieler. Wir werden, denk" ich mal, einen Platz im vorderen Mittelfeld belegen und guten Fußball spielen.

Sie selbst sind weiterhin als Schiedsrichter im Einsatz?

Echtenacher: Das mach" ich auch noch nebenbei, ja. Und an diesem Samstag darf ich eine ganz neue Erfahrung machen. Ich darf in Sinsheim die Bürgermeister-Auswahl aus Deutschland gegen die Mannschaften aus Italien und Österreich pfeifen. Da lass" ich mich mal überraschen, wie es wird.

Was würden Sie eigentlich von der Einführung einer C-Klasse halten?

Echtenacher: Ich habe vergangene Saison mal ein C-Klasse-Spiel im Kreis Heidelberg gepfiffen. Es waren fünf Zuschauer da. Ich weiß nicht, ob das so attraktiv ist.